Heimatverein Oedt e. V.
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23. 10. 2017

Der Heimer Wald

Karl A. Willmen

Der Wald liegt im Oedter Schleckbruch und wird von den alten Oedtern "Heimer Wald" genannt.

Er liegt auf Kempener Gebiet. In Kempen oder beim Kreis Viersen kannte bei meiner Anfrage keiner die Bezeichnung Heimer Wald. Mitunter hörte ich die Bezeichnung "Hongersboosch", "Bremmesboosch" und "Ärmenboosch".

Aber die alten Oedter wissen genau, was mit Heimer Wald gemeint ist.So manche Oedter können bestimmt viele schöne, spannende oder schaurige Geschichten

über ihn erzählen.

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Geschichte des alten Amtes und späteren Gemeinde Oedt

Amt Oedt um 16. Jahrhundert

Wenn man über das Amt Oedt berichtet, so geht das nur unter Berücksichtigung der angrenzenden Territorien einerseits und der Vorgeschichte dieses Landstriches andererseits.

Die Entwicklung des Amtes und der späteren Gemeinde Oedt, wurde stark von den geologischen und geographischen Gegebenheiten geprägt. Was im Mittelalter unter dem Aspekt der Sicherheit von großem Vorteil war, entpuppte sich in der Neuzeit zunehmend als Entwicklungshemmnis und führte dazu, dass die Gemeinde Oedt in die Bedeutungslosigkeit versank, um dann bei der letzten kommunalen  Neuordnung die Selbstständigkeit zu verlieren.

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Die Entwicklung des Postwesens in Oedt

Karl-Heinz Brocker

postkutscheDas Postwesen in früherer Zeit ist mit gewissen Vorstellungen behaftet. So denkt man in Verbindung mit der Post, an eine Postkutsche, die mit einem Posthorn blasenden Postillion durch die Lande fährt. Die im 16. und 17. Jahrhundert durch das Haus Thurn und Taxis eingerichteten Poststrecken entsprachen auch diesen Vorstellungen. Der Niederrhein blieb jedoch noch lange Zeit von der Post- und Personenbeförderung ausgespart. Schriftliche Nachrichten wurden durch Boten überbracht und eine Personenbeförderung gab es nicht. Der besser gestellte Niederrheiner fuhr mit der Kutsche oder ritt auf seinem Pferd. Die ärmere Bevölkerung verreiste zu Fuß, was den Aktionsradius natürlich sehr einschränkte.

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Schulwesen in Oedt

Knabenschule
Mädchenschule

 

Karl-Heinz Brocker

Nach schriftlichen Abhandlungen

von Lehrer F. Kogelboom,Johannes Lipp und Archivunterlagen

Fotos: Archiv Heimatverein Oedt und Karl-Heinz Brocker

 

Um das Schulwesen in damaliger Zeit besser verständlich zu machen, möchte ich zu Anfang noch einige Worte über den Schuldienst im allgemeinen in der Zeit vor 1800 sagen.

Bis zur napoleonischen Zeit um 1800, wurde bei uns, wie auch in weiten Teilen Deutschlands, das Schulwesen von der Kath. Kirche dominiert.     Die Lehrer wurden in den meisten Fällen direkt oder indirekt von der Kirche bestimmt. Daher verwundert es nicht, daß der Lehrer gut in Religionsunterricht sein mußte, dagegen die anderen Schulfächer vernachlässigt wurden

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Das schöne Burgfräulein

burgfraeulein_mit_ritter

In Oedt liegt der verfallene Turm einer Ritterburg. Dort hat einst ein Burgfräulein gewohnt, das Schmuck und Geschmeide, Gesang und Tanz über alles liebte. Die Jungfrau war schön und reich. Deshalb kamen die Ritter von weit und breit und warben um ihre Hand. Einst kam auch ein schlichter Ritter aus der Nachbarschaft, den sie wohl leiden mochte, aber von sich wies, weil er nur eine einzige Burg besaß.

"So möge dir denn eine ewige Jugend und ein ewiges Sehnen verliehen sein!" sagte im Zorn der abgewiesene Werber, bestieg seinen Rappen und trabte davon.

 

 

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Dr. Augustin Wibbelt

Dr. Augustin Wibbelt
19. September 1862 – 14. September 1947
Priester, westfälischer Heimatdichter, Erzähler, plattdeutscher Lyriker, katholischer Schriftsteller und Redakteur

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Josef Hubert Mooren

                                       Joseph Hubert Mooren
                                  15. September 1797 – 8. Mai 1887
Doktor der Theologie und Philosophie, und bedeutender niederrheinischer Kirchenhistoriker

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Die höhere Tochter

von Magda Dohr

Die höhere Tochter hatte einen Vater mit einem guten Einkommen, das er durch ein eigenes Unternehmen oder einen eigenen Betrieb oder durch eine höhere Stelle als Beamter erwarb. Dadurch hatten die Kinder manche Vorteile.
So durfte die "höhere Tochter" nach Abschluß der Grundschule ein Lyzeum besuchen und lernte einige Brocken Französisch und als Zweitsprache Englisch. (Die dabei erworbenen Kenntnisse hätten im Ausland nicht zum Kauf einer Kleinigkeit ausgereicht.) Nebenbei bekam sie Klavierunterricht.

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Die Matrone

von Magda Dohr

Matrone nannte man in früheren Zeiten eine ältere, vornehme, würdige Frau. Die Matrone hatte ein asketisches Gesicht, das Milde, Verständnis ausdrückte. Die Augen bewegten sich stets hin und her, alles sehend ohne den Kopf zu bewegen. Ein kleines Lächeln umspielte den Mund. Die Haare waren meistens flach gehalten, geflochten, gedreht oder in Strähnen hinten am Kopf zu einem Dutt geformt. Auf der Straße hatte sie immer den gleichen Tritt, nicht zu schnell, nicht zu langsam. Es schien, als sei die Schrittlänge mit dem Metermaß abgemessen.

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