Heimatverein Oedt e. V.
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25. 10. 2020

Historisches Mülhausen

von Alfred Knorr und Heinrich Lennackers

 

Die Ortsgeschichte von Oedt umfasst immer auch den Ortsteil Mülhausen. Die beiden Ortsteile, die durch die kommunale Neuordnung von 1970 Ortsteile von Grefrath wurden, bildeten über Jahrhunderte das Amt Oedt. Als 1815 das zuvor von Frankreich annektierte Rheinland der preußischen Krone unterstellt wurde, bildete Oedt mit den Ortsteilen Mülhausen im Norden und Hagen im Süden die Gemeinde Oedt, bis Hagen 1970 zu Süchteln kam. Bis 1798  gehörten auch die Gebiete südlich von Hagen zu Oedt. Sie erstreckten sich über das heutige Clörath bis hin zu Neersen. Die „Grenze“ zwischen Mülhausen und Oedt liegt heute an der Vitusstraße, an der sich die kleine Vituskapelle befindet.

Mülhausen lässt sich wohl auf das Hofgut Mula zurückführen, das in fränkischer Zeit im Mühlgau lag. Im Jahre 1237 wird hier eine Mühle erwähnt, die zu Kurköln gehörte und deshalb Kurkölnische Mühle genannt wird. Um diese Mühle, die noch bis ins 20. Jahrhundert betrieben wurde und wohl der Namensgeber für Mülhausen ist (bis 1900 auch „Mühlhausen“ geschrieben), entwickelte sich die über Jahrhunderte durch die Landwirtschaft geprägte Ansiedlung.

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Das Lazarett im Kloster

Verwundete Soldaten vor dem „Liebfrauenlazarett“ in Mülhausen während des ersten Weltkriegs.
Schwestern und Soldaten posierten 1943 in Mülhausen für ein gemeinsames Foto. Repro: Kurt Lübke

Am Volkstrauertag wird der Toten der beiden Weltkriege gedacht. In Grefrath-Mülhausen,wo sich während beider Weltkriege ein Lazarett befand, sind 98 Soldaten beerdigt. Die Geschichte wird im neuen „Heimatbuch des Kreises Viersen  2016“ aufgegriffen.

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Impressionen aus Mülhausen

Bootsfahrt auf der Niers
Dorfkirche
Müller und Esel
Kloster "Unserer Lieben Frau"
Klosterschule
Klosterinnenhof
Schule
Benediktiner-Kloster
Neersdommer Mühle
Alte Furt nach Grefrath

Wie Haus Aldenhoven belagert, gestürmt und besetzt wurde

1725 mussten die ehemaligen Eigentümer des Gutes Aldenhoven vom Schloss gewaltsam vertrieben werden

Von Alfred Knorr

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts war das Rittergut Altenhoff (heute Haus Aldenhoven genannt) Eigentum der Familie von Nunum genannt von Dücker (auch Duicker).
Altenhoff war ein Lehen der Abtei Gladbach (heute Mönchengladbach), deren Landesherr der Kurfürst und Erzbischof von Köln war. Das kleine Jagdschloss mit seinen Wirtschaftsgebäuden lag am nördlichen Rand von Kurköln in einem waldreichen Jagdgebiet.
Nach einem Brand 1933 sind von dem ehemaligen Rittersitznur noch deren Ruine sowie erneuerte Wirtschaftsgebäude übrig geblieben.
Haus Aldenhoven liegt an der Schleck im Niederfeld im Grefrather Ortsteil Mülhausen.
Freiherr Hermann Adolf von Nunum hatte zu Anfang des 18. Jahrhunderts ein Kapital von 2400 Reichsmark (ca. 5500 Mark) geliehen, aber in elf Jahren keine Zinsen bezahlt.
Es kam zum Prozess, in deren Folge das Gut gepfändet und verkauft werden sollte. Hermann Adolf aber blieb auf seinem Rittersitz und versprach den Erben des Geldgebers Rückzahlung plus Zinsen.

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